Für einen Ausflug von Hamburg nach Stade, benötigen Sie etwas Zeit. Für uns ist deshalb auch der Weg bereits das Ziel! Zwar nicht, wenn wir die S-Bahn nutzen, doch mit einem gemieteten Bus führt uns der Weg in diese alte Hansestadt, die einen der schönsten norddeutschen Altstadtkerne aufweist, mitten durch das Alte Land – dem größten geschlossen Obstanbaugebiet Deutschlands! Sehr schön ist auch die Anfahrt an Bord einer Fähre, die am Wochenende die Elbe von Hamburg bis Stade befährt!

Stade Hansehafen

Stade selbst liegt einige Kilometer südlich der Elbe zwischen Cuxhaven und Hamburg. Wasser und Fachwerk prägen das Stadtbild dieser mittelalterlichen Stadt bis heute. Deren 1.000-jährige Geschichte, sie begegnet Ihnen bei einem Rundgang mit Hamburg News auf Schritt und Tritt!

Schon vor Hamburg hatte Stade das Stapelrecht. Seit Mitte des 12. Jahrhundert waren alle Schiffe, die die Elbe befuhren, gezwungen für mindestens eineinhalb Tage im alten Hansehafen festzumachen. Der lag an der Schwinge und erwies sich als ein sehr ernsthafter Konkurrent für den damals noch kleineren Hamburger Hafen. Eine Vormachtstellung an der Elbe, die über Jahrhunderte hinweg den Konkurrenten in Hamburg so manches Problem bereitete …

Wie es den Pfeffersäcken von der Alster dann aber doch gelang diese Vorherrschaft deutlich aufzubrechen, ja 1601 Stade sogar aus der Hanse zu werfen, das gleicht einem Krimi, der unseren Rundgang inspiriert.

Mutter FlintGeprägt wurde das heutige Stade dann von den Schweden, die sich hier gleich im Anschluss festsetzen konnten. Stade wurde zur schwedischen Festung – umgeben von einem großen Wallgraben, der noch bis heute die Altstadt umzieht. Im zweiten Weltkrieg fast unzerstört, ist auch diese Geschichte auf Schritt und Tritt noch lebendig. Während unseres Rundgangs sehen Sie z.B. den alten Schwedenspeicher, auch das alte aus schwedischen Zeit stammende Rathaus, dann auch das 1705 errichtete Provianthaus der schwedischen Garnison. An die Zeit der Hanse, an die Blütezeit des älteren Stade, erinnert uns indes der schon 1250 eingeweihte Hansehafen. Wie bedeutend Stade einmal war, das erzählen uns schließlich auch die alten mächtigen Kirchenbauten.

Überall säumen alte Fachwerkbauten unseren Weg. Auch sie verleiten uns während des Rundgangs zu alten Geschichten: Wie etwa konnte in einer Zeit, da weder die Dampfkraft, noch moderne Antriebsarten auch nur bekannt waren, ein alter noch sichtbarer Holzkrahn nur mit Muskelkraft betrieben werden? Was hat es auf sich mit der in Stade gefeierten Fastnacht? Was ist ein Hökerhus? Und was wollten einst die Wikinger dort in der Burg an der Schwinge?

Legenden? Geschichten? In Stade sind sie lebendig: der „Fischer un sine Fruh“ am alten Pferdemarkt, die legändere Fischfrau „Mutter Flint“ ein Stück weiter. Und in „Knechthausen“ werden bei Eierbier launige Tonnenreden noch bis heute gehalten …

Leckere Restaurants, schöne Cafe-Stuben, interessante Ausstellungen, auch das imposante Freilichtmuseum, können Ihren Altstadt-Bummel mit Hamburg News dann für Sie noch abrunden.

Veranstaltungsnummer: 9302

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Für Gruppen organisieren wir Ihnen gern auf Anfrage eine entsprechende Führung durch die Altstadt in Stade. Je nachdem wie Sie es wünschen, kann dabei auch schon die Anfahrt zu einem besonderen Erlebnis werden. Für Anfragen nutzen Sie bitte unser Anfrageformular.

Wir antworten prompt und senden Ihnen dafür dann kostenfrei ein Angebot!

 

Auch der Weg ist das Ziel …

Mit dem Bus führt uns der Weg von Hamburg nach Stade zunächst über die Elbbrücken, dann ein kleines Stück über die Veddel und durch das Wilhelmsburger Reiherstieg-Viertel bis zur Köhlbrandbrücke. In luftiger Höhe – mit einem herrlichen Blick auf den Hafen – blicken wir zurück nach Hamburg. Nun geht es über die Elbinsel Finkenwerder nach Cranz, wo sich ein erster Busausstieg lohnt. Auf dem Deich sehen wir die Airbus-Flugzeugwerke, auch das Mühlenberger Loch – und auf der anderen Elbseite – mit einem Blick in die Ferne, denn hier hat die Elbe bereits eine beachtliche Breite – auch Blankenese!

Wir sind nun im Alten Land – dem größten zusammenhängenden Obstanbaugebiet in Deutschland. Beeindruckend nicht nur im Frühling, wenn sich die Obstfelder in ein Meer aus weißen und rosa Blüten verwandeln. Auch zur Erntezeit hat die Region ihren besonderen Reiz, wenn sich an den letzten warmen Tagen des Jahres die Äste der Apfelbäume unter dem Gewicht der knackig-roten Früchte biegen. Vor uns liegt ein einzigartiger Kulturraum, der sich über 30 Kilometer südlich der Elbe erstreckt: Obstbäume, soweit das Auge reicht. Dazwischen Deiche, Gräben, Flüsschen, Kanäle und schmucke Dörfer mit prächtigen Fachwerkhäusern. Einen Blick auf die Elbe werfen wir dann erneut am Fähranleger Lühe. Hier gibt es leckere Fischbrötchen …

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Doch auch an Bord einer Fähre verspricht der Weg nach Stade reizvolle Erlebnisse. Von der Elbe sehen wir zunächst die Landungsbrücken, dann den Hamburger Hafen, vielleicht auch den einen oder anderen Ozeanriesen, der die Elbe heraufzieht. Reizvoll auch vom Wasser der Blick auf Finkenwerder und das Mühlenberger Loch, auch auf Blankenese. Die Hamburger Grenzen hinter uns lassend, sehen wir dann die Elbinseln Neßsand, Hanskalbsand und Schweinesand, wo sich die Vegetation schon seit einigen Jahren zu einem teils undurchdringlichen Dickicht fortentwickelte. Die drei zusammengewachsenen Inseln bilden seit Jahren das Zentrum eines rund 170 Hektar großen Natur- und Vogelschutzgebietes.

Durchaus andere Eindrücke sind es dann in Höhe der Insel Lühesand, die sich seit einigen Jahren zu einem Freizeitparadies mitten im Elbstrom entwickelte. Einen herrlichen Panoramablick auf die Elbe noch mitnehmend, endet die Fahrt am Stadersand. Bis Stade sind es jetzt nur noch wenige Kilometer. Wir legen sie mit einem Linienbus zurück.

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Eher zweckmäßig ist hingegen die Anfahrt mit der S-Bahn, deren letztes fast 40 Kilometer langes Teilstück erst im Dezember 2007 eröffnet wurde. Nicht ganz so reizvoll, aber dafür schneller, verläuft mit der Bahn unsere Fahrt. Ausgehend vom Hamburger Hauptbahnhof, benötigen wir dafür nur eine knappe Stunde.

Mit dem gemieteten Bus sind es indes mindestens 1 ½ Stunden, die wir für die Fahrt nach Stade kalkulieren müssen. Die Hapag-Linien-Fähre benötigt von den Landungsbrücken bis zum Stadersand etwa 2 Stunden. Dazu kommt dann noch eine kurze Busfahrt von etwa 10 bis 15 Minuten, bevor wir auch so unser Ziel erreichen.