pinguinbrunnen im stadtparkEs gibt wohl kaum einen anderen Park in Deutschland, der von allen Bevölkerungsschichten so intensiv genutzt wird, wie der Hamburger Stadtpark. Gelegen im Stadtteil Winterhude, 150 Hektar groß, sind es an sonnigen Wochenenden bis zu 200 000 Besucherinnen und Besucher, die diesen wunderschönen Ort des Sports, des Grillens und Musizierens, aber auch der Entspannung und Ruhe besuchen.

Schon 1914 gegründet, in seiner künstlerischen Gestaltung beeinflusst von so großen Gartenbauarchitekten wie Fritz Schumacher und Otto Linne, wurden hier erstmals Parkanlagen, Licht und Luft, auch als Werte für die einfache Bevölkerung anerkannt. Als Volksgarten angelegt, ist dieser Stadtpark daher bis heute eine grüne Oase, in der auf bemerkenswerte Art und Weise reizvolle landschaftliche Bereiche mit architektonisch strukturierten Parkräumen zu einem großen Ganzen zusammengefügt wurden. „Kunst im öffentlichen Raum“, heute beliebtes Schlagwort etlicher Stadtplaner, hier fand sie – mit etlichen kleineren, wie größeren Skulpturen – ihren Ausgangspunkt. Als besonders markanter Punkt gilt dabei der 1915 erstellte Wasserturm. Schon 1930 dann umgebaut zu einem bis heute bedeutenden Planetarium.

Erobert haben sich die Hamburger ihren Stadtpark massenhaft schon in den 20er Jahren. Häufig Zielpunkt für Ausflüge Hamburger Arbeitersportvereine oder diverser Jugendgruppen, erfreute sich der Stadtpark von Anfang an großer Beliebtheit. Im Winter, wenn die Wiesen leicht mit Schnee bedeckt sind. Im April und Mai, wenn über 100 Arten der Magnolien hier das Herz der Blumenliebhaber erfreuen. Im Juni und Juli, wenn die Pracht bezaubernder Hortensien oder der Schmetterlingsbäume zu bewundern ist. Und auch im Herbst, wenn rot strahlende Fächerahorn und rote Perückensträucher etwas Farbe in die dunkleren Tage bringen.

Wolfgang Bochert im Stadtpark [Der spätere Schriftsteller Wolfgang Borchert – hier als Jugendlicher 1936 im Hamburger Stadtpark.]

Rot war der Stadtpark lange Zeit auch in ganz anderer Weise. Als Ziel- oder Ausgangspunkt großer Mai-Paraden der Gewerkschaften, als Ort großer Friedensdemonstrationen. Auch als ein Ort, wo, im Schatten des Dichters Heinrich Heine, für viele der Raum gegeben war, von einer besseren und gerechteren Welt zu träumen. Schlagartig war in der Nazi-Zeit damit Schluss: sie schliffen das Denkmal des großen Poeten und errichteten dort, wo heute die Freilichtbühne steht, ein Zwangsarbeitslager …

Unser Rundgang soll diese Vielfalt der Geschichte und Gegenwart unseres Volksparks ein wenig verdeutlichen. Aber auch den Raum dafür geben, die Schönheiten dieses Parks zu genießen. Am Rosengartenweg, am Planschbecken, an der Freilichtbühne, auf der großen Festwiese, am Stadtparksee, an der Liebesinsel, am Landhaus Walter, an und auf dem Planetarium, von dessen Aussichtsplattform sich ein herrlicher Blick bis zur Alster ergibt. Abrunden wollen wir diesen zweieinhalbstündigen Ausflug ins Grüne, dann mit der Einkehr in ein schönes Gartenlokal, die es im Stadtpark gleich vielfach gibt.

 

Alles auf einen Blick

Offene Tour

Fr., 12.05.2017 – 17:00 Uhr

Treffpunkt:
Ausgang des S-Bahnhofes Alte Woehr.

Dauer: 2,5 Stunden

Preis: 13 €

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Veranstaltung-Nr.: 4004