Unsere Fahrt auf dem Rad geht durchs Marschlande: Rothenburgsort, Entenwerder, Kaltehofe, der Wasserpark Dove Elbe, Ochsenwerder und Fünfhausen sind Stationen unserer Radtour durchs Grüne.

Man glaubt es kaum: »Rothenborgs Ort« war einst der Ort, wo sich die mit Handel und Schifffahrt reich gewordenen »Pfeffersäcke« im 16. Jahrhundert, der lärmenden Stadt entfliehend, ihre ersten Landhäuser bauten, ihr sommerliches Eldorado. Dessen Spuren sind noch zu erkennen, obwohl die jüngere Geschichte im 19. und 20. Jahrhundert für Rothenburgsort dann eher durch das Industrieproletariat geprägt wurde. Schöne mit reichhaltigem Stuck versehene Gründerzeitbauten bildeten in dieser Zeit die Kulisse für eines der lebendigsten Hamburger Stadtviertel. In der Weimarer Republik zählte die Gegend dann zu den Hochburgen von SPD und KPD. Hier spielte Erwin Seeler um die Meisterschaft im Arbeitersportkartell für den FC Lorbeer vor 15.000 Zuschauern.

Von all dem ist wenig geblieben, denn kaum ein Stadtteil Hamburgs wurde im 2. Weltkrieg so sehr zerstört, wie Rothenburgsort. Doch das Wenige, was es noch gibt, wollen wir mitnehmen, bevor es weitergeht nach Entenwerder. Einst Standort des Zollhafens, wurde die Fläche inzwischen zu einem schönen Park direkt an der Elbe ausgebaut.

Entlang des Elbdeichs radeln wir im Anschluss bis nach Kaltehofe, wo nach einer Cholera-Epidemie Hamburgs erste Filtrationsanlage für sauberes Trinkwasser entstand. Seit 1990 stillgelegt, heute ein Eldorado für Zugvögel und grüne Amphibien aller Art. Ausgebaut zum Industriedenkmal »Wasserkunst« bietet sie allerlei Interessantes zu entdecken.

Einige Kilometer weiter sind wir dann schon auf der Insel Billwerder. Also in jenem Landstrich der umgangsprachlich »Vier- und Marschlande« genannt wird. Doch die Marschlande haben eine ganz eigene von den Vierlanden deutlich zu unterscheidende Geschichte: 1395 einem Adeligen abgekauft, gehörte das Gebiet – samt seinen Bewohnern – schon seit ganz alten Zeiten zum Hamburger Staatsgebiet.

Haupterwerb für die hier lebenden Menschen war stets die Landwirtschaft: Getreide, Kohl, später auch Kartoffeln wurden von hier aus auf kleinen Schiffen zu den Märkten in die Stadt transportiert. Dazu kam ein ständiger Kampf ums Überleben, denn immer wieder brachen die Deiche.

Sehr kontrastreich dazu der Prunk wunderschöner Kirchen, die uns bis heute den Reichtum größerer Grundbesitzer verdeutlichen.

Dazu kommt eine zauberhafte Landschaft rund um die Dove und um die Gose Elbe. Wir genießen sie im Wasserpark Dove Elbe genauso, wie im Naturschutzgebiet Reit oder rund um Ochsenwerder. Über den Damm einer ehemaligen Marschenbahn geht es nach einer Pause dann weiter bis nach Fünfhausen. Wir genießen den Duft saftiger Wiesen und blühender Felder, wir sehen ein gewaltiges Brack, das uns an gewaltige Sturmfluten erinnert.

Schlusspunkt für die Tour ist dann entweder Neu-Allermöhe oder Nettelnburg, wo unsere Tour nach etwa 4 1/2 bis 5 Stunden – inklusive einiger Pausen – an einem S-Bahn-Haltepunkt endet.

Hinweis: Unsere Radtouren finden in einem gemächlichen – auch für nicht so geübte Radfahrer geeigneten Tempo statt. Allerdings liegt die Tourenlänge dieser Tour bei etwa 32 bis 33 Kilometer.

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Dauer: 2.5 bis 5.5 Stunden
Veranstaltung-Nr.: 6500